Titel

Hauptpersonen und Familienunternehmen

"Zuhause am Rhein und in Amerika" ist eine Geschichte über Rheinländer, die ihre Heimat verließen, um sich in Amerika ein neues Leben aufzubauen. Doch sie bleiben in Kontakt mit ihren Verwandten und Freunden in Deutschland. Um den deutschen Familienzweig geht es in den "Geschichten aus der Preußischen Rheinprovinz" auf www.rheinprovinz200.de. Die beiden Geschichten kreuzen sich immer wieder. Der Erste Weltkrieg und die anschließende Alliierte Rheinlandbesetzung bringen US-Amerikaner an den Rhein. Zum besseren Verständnis möchte ich Ihnen die Hauptpersonen und Familienunternehmen vorstellen.

In Amerika

Anton Tombach, Baumeister im Dienst des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten
Andreas, genannt Andy, sein Ziehsohn, Cathy, seine Frau, eine irische Emigrantin
Sean, ihr Bruder, Bradock, ihrer beider väterlicher Freund
Lady Meredith, eine adlige Dame

Landgasthof "Merry Dragon"
Andy und Cathy eröffnen zusammen einen Landgasthof, den "Merry Dragon (Zum Fröhlichen Drachen), in Erinnerung an Andy's Zuhause im Siebengebirge. Bradock und Sean versorgen sie mit frischem Brot und Gemüse von ihrer Farm. Bald heißt der "Merry Dragon" Menschen aus vielen Teilen Amerikas willkommen, und manchmal auch Menschen, die von noch weiter her kommen.

Ambrose und Betty, Andys und Cathys Kinder
Laurie und Emmet, ihre Enkel
Johann und Fritz, hessische Soldaten

Im Rheinland

Matthias Bergmann, bergischer Amtmann

In Amerika

Johann, nun amerikanischer Staatsbürger, Laurie, seine Frau
James und Jenny, ihre Kinder
Heinrich Bergmann, ehemaliger Soldat in Napoleons Armee, später Winzer in Virginia
Rebekka, seine Frau, Joseph, Ben und Annelie, ihre Kinder
Niklas Bergmann, Heinrichs Bruder, ehemaliger Soldat in Napoleons Armee
Jenny, sein Frau, und Harvey, ihr Sohn
Hedy, Heinrichs und Nikolas' Mutter

"Mountain Men" Weingut
Heinrich und Rebecca führen das Weingut ihrer Familie im Shenandoah Valley in Virginia. Ins Englische übersetzt ergibt ihr Familienname Bergmann "Mountain Man" und wird ein bisschen Programm: der Rotwein heißt "Mountain Men's Red Bliss", ein neuer Weißwein "Mountain Men's White Bliss".

Landgasthof "Merry Dragon"
Niklas und seine Frau Jenny führen den "Merry Dragon". Mehr noch, sie unterstützen die kleine Schule in ihrer Stadt und helfen vielen Kindern, lesen und schreiben zu lernen. Dann kommen die Kinder in den Landgasthof, sitzen an dem Tisch, den Jenny's Großvater Ambrose für Kinder gezimmert hat, und jedes bekommt einen von Jenny getöpferten Teller mit Gebäck, und dann lesen sie zusammen.

Im Rheinland

Hubert Limbach und seine Frau Henriette, sie kommt aus Brüssel
Anni, ihre Tochter und ihr Mann Jean, Kapitän auf einem Rheindampfer
Hans und Sophie, ihre Kinder
Emil und Lorenz Bergmann, ihre besten Freunde, Huberts Neffen

"Stübchen"
Das Familienunternehmen am Rhein, mit einem Gastraum und einer Hutmacher- und Schneiderwerkstatt. In dieser Zeit bitterer Armut lädt Hubert, der Volksschullehrer, lädt oft Kinder ins "Stübchen" ein, um ihnen beim Lernen zu helfen. Oft zeigt er ihnen die Zeichnungen, die ihm Niklas aus Amerika schickt. Doch schon bald werden die Preußischen Behörden misstrauisch. Es war eine Zeit der Restauration, die alten Mächte wollten die Uhr zurückdrehen zur Zeit vor der Französischen Revolution und Napoleon. In der nächsten Generation übernimmt Tochter Anni das "Stübchen". Sie heiratet Jean, Kapitän auf einem der ersten Rheindampfer. Ihr Sohn Hans und ihrer Tochter Sophie wachsen im "Stübchen" auf. Schon als Kinder unterstützen Hans und Sophie ihren Großvater Hubert, und packen ihm zu jedem Schultag etwas für seine bitterarmen Schüler ein.

In Amerika

Heinrich Bergmann, nun Winzer in Virginia, Rebekka, seine Frau, Joseph, Ben und Annelie, ihre Kinder
Niklas Bergmann, sein Bruder, Harvey, Niklas' und Jennys Sohn Hedy, Heinrichs und Niklas' Mutter
Lorenz Bergmann, ein 1848er Flüchtling, Amber, Lorenz' und Annelies Tochter
Lena Bergmann, Winzerin aus dem Siebengebirge, Emil Bergmann, ihr Mann

Landgasthof "Merry Dragon"
Lorenz und seine Frau Annelie haben "Merry Dragon" übernommen. Während der Krieges wird er zum Feldhospital.

"Mountain Men" Weingut
Der Bürgerkrieg tobt in den USA. Während der Kämpfe im Shenandoah Valley wird das Weingut überfallen. Die Familie auf beiden Seiten des Atlantiks ist erschüttert. Nach dem Krieg reisen Emil und Lena, die Winzer, in die USA und helfen beim Wiederaufbau.

Im Rheinland

Anni, ihr Mann Jean, ihr Sohn Hans, Kapitän auf einem Rheindampfer Sophie, ihre Tochter, Hutmacherin, sie ist mit Graf Andras Csabany verlobt, Sohn einer österreichischen Diplomatenfamilie
Emil Bergmann und seine Frau Lena, Winzer und Eigentümer des "Weinguts Bergmann" am Drachenfels
Jakob, Graf Csabany's treuer Bursche

"Weingut Bergmann"
Emil und Lena betreiben das "Weingut Bergmann" am Drachenfels. Sie und Hans sind befreundet mit Kapitän Boule-Piquelot aus dem Elsass, der mit seinem Dampfer "Aimée" den Rhein befährt und Weintouren anbietet. Oft macht er dabei auf dem Weingut Bergmann Halt.

In Amerika

Lorenz Bergmann, seine Frau Annelie und ihre Tochter Amber
Chiara, ihre Enkelin
Harvey, Niklas' Sohn, ein politischer Journalist

Im Rheinland

Emil Bergmann und seine Frau Lena, Winzer und Eigentümer des "Weinguts Bergmann" am Drachenfels
Susanne, genannt Susan, ihre Tochter
Anni, ihr Mann Jean, ihr Sohn Hans, Kapitän auf einem Rheindampfer
Sophie, nun Gräfin Csabany und ihr Mann Andras, österreichisch-ungarische Diplomaten, Lottie und Joscha, ihre Kinder

"Csabany Programm"
Sophie baut ein Ausbildungs- und Austauschprogramm für Hutmacher und Schneider aus ganz Österreich-Ungarn auf. Sie hilft jungen Menschen, sich aus eigener Kraft ein besseres Leben aufzubauen. Schon bald machen viele renommierte Betriebe mit, bieten Ausbildungsplätze für ihre Protégés an, und Sophies Name öffnet ihnen Türen.

Rheindampfer "Aimée"
Nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 muss Frankreich Elsass-Lothringen an das Deutsche Reich abtreten. Das schafft große Bitterkeit. Emil, Lena und Hans wahren ihre Freundschaft zu Kapitän Boule-Piquelot aus dem Elsass. Später vermacht der seinen kleinen Dampfer "Aimée" seinen Freunden und seinem Ziehsohn Etienne. Letzterer wird herzlich empfangen, Susan verliebt sich in ihn. Sie setzen die Tradition der "Aimée" fort, und fahren auf dem Rhein und deutscher und elsässischer Flagge, und bringen Menschen von beiden Rheinufern zusammen.

Lottie und Joscha, Sophies und Andras' Kinder
Kathi und Walter, ihre Enkelkinder
Jakob, Graf Csabany's treuer Bursche, als Sophie und Andras in den diplomatischen Dienst gehen, bleibt er bei Sophies Eltern im "Stübchen"

Ein Kolonialwarenladen im "Stübchen"
Später übernimmt Jakob das 'Stübchen' von Anni. Im Gastraum bietet er heiße Schokolade und Kaffee an, aus Oma Limbachs früherer Werkstatt wird ein liebevoll eingerichteter Kolonialwarenladen.

In Amerika

Chiara, Lorenz' Bergmanns Enkelin und ihr Mann John, Ausbilder an der Militärakademie in West Point

In Rheinland

Emil Bergmann und seine Frau Lena, Winzer und Eigentümer des "Weinguts Bergmann" am Drachenfels
Susanne, genannt Susan, ihre Tochter, Etienne, ihr Mann, Kapitän auf dem Rheindampfer "Aimée", und ihre Tochter Marie
Sophie Gräfin Csabany und ihr Mann Andras
Lottie, ihre Tochter, und Matthias, ihr Schwiegersohn
Kathi und Walter, ihre Enkelkinder
Joscha, ihr Sohn, und seine Frau Marie
Jakob, Graf Csabanys treuer Bursche, er führt nun das "Stübchen"
Helene, eine fabelhafte Schneiderin, sie arbeitet im "Stübchen"

Exkurs in die Rheinprovinz: Oma Limbach gründet das Familienunternehmen "Stübchen"

Rheinland, um 1813/14. Napoleon ist besiegt, seine Armee zieht sich hastig zurück, und im Großherzogtum Berg ergreifen die französischen Beamten die Flucht, dabei nehmen sie die Kasse des Großherzogtums mit. Oma Limbach, eine kunstfertige Näherin, hatte all die Jahre für den großherzoglichen Hof in Düsseldorf arbeiten müssen. Nun gab es dort nichts mehr für sie zu tun. Sie packte ihre Sachen und ging, nachhause in ihr kleines Häuschen am Rhein unterhalb der Sieben Berge. In ihrer Tasche waren die nun niemand mehr brauchte

Der Wiener Kongress gibt das Rheinland an Preußen, und im Juli 1815 kommt Kronprinz Friedrich Wilhelm IV. zu einem Besuch auf den Drachenfels. Die Königswinterer Bürger waren hocherfreut, doch die meisten von ihnen hatten nichts anständiges anzuziehen. Während der letzten fast zwanzig Kriegsjahre hatten sie andere Sorgen gehabt. Oma Limbach hatte eine Idee. Sie hatte die goldenen Litzen und prächtigen Stickgarne und Perlen. Damit konnte man auch alte Kleidern und Hüten neuen Chic geben! Schon bald entstanden individuelle, kleine Kunstwerke unter ihren geschickten Händen. Schon bald waren Oma Limbachs Hutkreationen über die Grenzen ihres Städtchens hinaus bekannt. Manchmal brachten ihr Kunden alte Teile und fragten, ob sie daraus etwas Neues zaubern konnte. Nun produzierte sie in Heimarbeit oder an schönen Tagen draußen Hüte, jeder ein Kunstwerk für sich. Immer an ihrer Seite war ihre Enkelin Anni.

Dann kam der große Tag. Viele Königswinterer Bürger warteten am Rheinufer auf den Kronprinzen, viele von ihnen trugen Oma Limbachs Kreationen. Ihre belgische Schwiegertochter schenkte an einem improvisierten Stand Schokolade aus. Oma Limbach strahlt. Das ist doch ein Neubeginn nach so vielen Kriegsjahren.

Bald steht das Familienunternehmen in Oma Limbachs kleinem Haus. Ein Raum wird eine Hutmacher und Schneider Werkstatt, wo sie schöne Dinge aus alten und gebrauchten Materialien herstellt, die sich Familien mit geringem Einkommen leisten können. Bald ist Oma Limbach bekannt und wird Geschäftspartnerin von Madame Charlotte, eine Selfmade-Frau, die in Bonn ein elegantes Mode- und Hutgeschäft betreibt. Beide sind sie überzeugt, dass "weniger mehr ist", dass schöne Kleidung nicht dafür gedacht ist, den Reichtum des Ehegatten zur Schau zu stellen, und dass auch der prächtigste Hut nicht einen Mangel an Verstand verbergen kann. Kreativität sollte nicht allein auf Eitelkeit verwendet werden, auch hart arbeitende Frauen mit geringem Einkommen.

Im anderen Raum eröffnet Henriette ein Kaffee, wo sie selbst gemachte Schokolade du Imbisse anbietet. Hubert ist Grundschullehr, der lädt oft Schüler ins "Stübchen" und übt mit ihnen lesen. Henriette verwöhnt sie mit heißer Schokolade und einem Imbiss, und Hubert zeigt ihnen Niklas's Zeichnungen aus Amerika.

Bergmann und Mountain Men

In den meisten Fällen haben die deutschen Auswanderer ihre deutschen Namen behalten, so Anton, Johann, Heinrich and Niklas. Aus "Andreas" wird im Deutschen und Englischen oft "Andy". Der deutsche Familienname Bergmann ist weit verbreitete. Wenn man beide Silben ins Englische übersetzt, bekommt man Berg = mountain and Mann = man, also Mountain Man. Da es hier um die Bergmann Brüder und ihre Angehörigen geht, wird der Plural "Mountain Men" verwendet.