Organisiert nach Texas 1830/1840

Die USA dehnten ihr Staatsgebiet immer weiter nach Westen aus. So wurden immer mehr Regionen besiedelt und als neue Staaten in die Union aufgenommen.

Nach Westen

1803 hatte Präsident Thomas Jefferson Louisiana und ein riesiges Gebiet westlich des Mississippi von den Franzosen gekauft. Forschungsreisende wie Lewis und Clark (1803-1806) fanden neue Routen und Wege über die Rocky Mountains. Ihnen folgten dann die Siedler.

Immer tiefer drang der Weiße Mann ins Indianergebiet vor, immer mehr Indianer wurden mit Gewalt aus ihrem angestammten Land in Reservate verdrängt. Präsident Andrew Jackson, der die Indianer hasste,  erließ 1830 den Indian Removal Act  (Indianerumsiedlungsgesetz). Tausende Cherokee starben auf dem lange Marsch ins Reservat.

Während der Napoleonischen Kriege in Europa hatten sich die spanischen Kolonien in Lateinamerika gegen Spanien erhoben. Als Mexiko 1821 unabhängig wurde, fielen die ehemals spanischen Gebiete Texas, Kalifornien und weite Teile des Südwestens an Mexiko. Nun siedelten sich immer mehr Menschen in Texas an. 1835/1836 erkämpften die Texaner ihre Unabhängigkeit von Mexiko. In der berühmten Schlacht vom Alamo im März 1836 kämpften auch zwei Deutsche mit.

Gießener Auswanderungsgesellschaft

In den 1830er und 1840 Jahren war die Auswanderung von Deutschland in die USA recht gut organisiert. Es gab zuverlässige Informationen über Nordamerika, und das ganze Jahr hindurch fuhren Schiffe nach Baltimore, New York, New Orleans, Philadelphia und Charleston.

Die „Gießener Auswanderungsgesellschaft, 1833 gegründet, brachte Hunderte von Immigranten nach Texas, Illinois und Missouri. Viele dieser Auswanderer waren politische Flüchtlinge aus Europa. Unter ihnen waren Teilnehmer des Hambacher Fests von 1832 oder des Frankfurter Wachensturm von 1833.

Mainzer Adelsverein

„Mainzer Adelsverein“ war der Kurzname für den „Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas“ (1842-1848). Zwischen 1844 und 1847 brachte der etwa 7.380 Deutsche nach Texas. Die meisten von ihnen waren vor Hunger und Not daheim geflohen. Nach der gescheiterten Märzrevolution von 1848 folgten noch einige der verfolgten Revolutionäre, die man in den USA bald „Forty-Eighters“ nannte.

Obwohl das Siedlungsprojekt des Mainzer Adelsvereins in einem finanziellen Fiasko endete und die ersten Jahre sehr hart waren, konnten sich viele Auswanderer in Texas ein neues Leben aufbauen. Der Friedensvertrag mit den Comanchen von 1847 wurde nie gebrochen.

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